define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true); monkramac – Tierschutzverein Kamp-Lintfort und Umgebung e. V. https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de zum Wohle der Tiere - zum Wohle der Menschen Thu, 19 Feb 2026 17:26:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/wp-content/uploads/2017/02/cropped-tsv_ka_li_logo_signet_20131206_2030-e1487267123986-32x32.jpg monkramac – Tierschutzverein Kamp-Lintfort und Umgebung e. V. https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de 32 32 Viel Unwissen über Straßenkatzen https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/viel-unwissen-ueber-strassenkatzen/ Thu, 19 Feb 2026 17:26:26 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=8110 Pressemeldung

Viel Unwissen über Straßenkatzen – Deutscher Tierschutzbund klärt über Irrtümer auf

Millionen Straßenkatzen leben in Deutschland im Verborgenen. Auf sich allein gestellt hungern und frieren sie, sind oft krank und verletzt. Dabei halten sich über das Leben und die Bedürfnisse dieser Tiere zahlreiche Irrtümer, die dazu beitragen, dass ihr großes Leid häufig verkannt und ignoriert wird. Der Deutsche Tierschutzbund macht daher auf die Top 5 der Irrtümer über Straßenkatzen aufmerksam und fordert mehr Bewusstsein und Verantwortung im Umgang mit den Tieren. Die größten Irrtümer über Straßenkatzen finden Interessierte auf der Website www.jetzt-katzen-helfen.de/strassenkatzen.

 „Viele Menschen wissen gar nicht, dass es in Deutschland Straßenkatzen gibt. Viele glauben, Straßenkatzen seien Wildkatzen, bräuchten den Menschen nicht und kämen gut alleine in der Natur zurecht. Diese Annahmen sind falsch und haben schwerwiegende Folgen“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.

Tatsächlich handelt es sich bei Straßenkatzen um frei lebende Hauskatzen, die ursprünglich von nicht kastrierten Katzen aus Privathaushalten abstammen. Fast alle Tiere sind durch Krankheiten, Parasiten, Verletzungen und Hunger geschwächt. Die Chance, dass Straßenkatzen älter als nur wenige Monate werden, ist gering.

Die weit verbreiteten Fehleinschätzungen führen dazu, dass notwendige Maßnahmen wie Kastration, tierärztliche Versorgung und die Betreuung der Tiere nicht ausreichend unterstützt oder umgesetzt werden. Der Deutsche Tierschutzbund betont, dass nur durch sachkundige Aufklärung und verantwortungsvolle Katzenhaltung, zu der auch die Kastration der eigenen Freigängerkatze zählt, das Leid der Tiere langfristig verringert werden kann.

Mit seiner Informationsarbeit und der Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ will der Verband die Öffentlichkeit für das Leid der Straßenkatzen sensibilisieren und dazu beitragen, falsche Vorstellungen über Straßenkatzen zu korrigieren. Ziel ist es, den Katzenschutz in Deutschland nachhaltig zu stärken.

Mehr Informationen hat der Deutsche Tierschutzbund auf der Website seiner Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ zusammengestellt: www.jetzt-katzen-helfen.de. Die Top 5 Irrtümer finden Sie über den Direktlink www.jetzt-katzen-helfen.de/strassenkatzen und im Folgenden hier:

Die Top 5 Irrtümer über Straßenkatzen

Falsch: „Im Ausland gibt es Straßenkatzen, aber nicht in Deutschland.”

Vor allem in den südlichen Urlaubsländern begegnet man Straßenkatzen in
Innenstädten oder Hotelanlagen. Diese Katzen sind meist sehr zutraulich und oft sogar regelrecht anhänglich, da sie an die Präsenz des Menschen gewöhnt sind. Nicht selten werden diese Katzen von Einheimischen und Touristen gefüttert. Diese Katzen sind daher in der Regel von klein auf an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt.

Auch in Deutschland leben unzählige Straßenkatzen. Anders als in südlichen Ländern sind die Straßenkatzen hierzulande sehr scheu und suchen keinen direkten Kontakt zum Menschen. Ein Grund dafür ist, dass es hier in den Städten keinen Lebensraum für Straßenkatzen gibt. Zwar gibt es auch bei uns Touristen, doch diese füttern die Tiere nicht. Die Straßenkatzen ziehen sich daher zurück und bleiben scheu, was sie an nachfolgende Generationen weitergeben. Dadurch bleibt das Leid dieser Tiere für viele Menschen unsichtbar.

Falsch: „Straßenkatzen können doch im Tierheim untergebracht und vermittelt werden.”

Straßenkatzen einzufangen und zur Weitervermittlung in Tierheime aufzunehmen, ist meist keine Option – vor allem nicht für erwachsene Katzen. Junge Katzen haben nur eine sehr kurze Zeitspanne von einigen Wochen, um sich an den Umgang mit dem Menschen zu gewöhnen. Während der 2. bis 7. Lebenswoche – der sogenannten Sozialisierungsphase – lassen sich Katzen auf ein Zusammenleben mit Menschen ein. In den folgenden Wochen ist eine Gewöhnung an den Menschen auch noch bis zu einem gewissen Grad möglich, aber in vielen Fällen deutlich erschwert. Hatten Katzen in diesen für ihre Sozialisierung wichtigen ersten Lebenswochen keinen ausreichenden positiven Kontakt zu Menschen, ist es unwahrscheinlich, dass sie in einer häuslichen Gemeinschaft stressfrei leben können. Sie sind scheu, ängstlich, immer auf Fluchtmöglichkeiten bedacht und fühlen sich im Tierheim permanent überfordert. Hinzu kommt, dass es für diese wilden und scheuen Tiere wenig Hoffnung auf eine Vermittlung gibt, da das ängstliche Verhalten kaum reversibel ist. Daher ist es wichtig, dass Straßenkatzen im Zeitfenster der Prägungsphase gefunden werden. Während dieser Zeit können Tierfreunde die Katzen noch an den Kontakt mit den Menschen gewöhnen – nur so haben sie die Chance auf die Vermittlung in ein liebevolles Zuhause.

Falsch: „Straßenkatzen sind Wildkatzen.“

Die Verwechslungsgefahr von Wildkatze und getigerter Straßenkatze ist sehr hoch, weil sie sich äußerlich stark gleichen. Allerdings sind es zwei verschiedene Katzenarten. Im Gegensatz zu Straßenkatzen stammen Wildkatzen nicht von einer domestizierten Katze ab und sind damit nicht auf menschliche Hilfe angewiesen. Straßenkatzen sind normale Hauskatzen und damit hat der Mensch gegenüber diesen Tieren eine Sorgfaltspflicht. Anders als Wildkatzen sind Straßenkatzen nicht für ein Leben in der freien Wildbahn gerüstet.

Falsch: „Katzen gehören in die Natur und können Mäuse fangen, um zu überleben.“

Viele Katzen lieben es draußen zu sein. Diese Tatsache bedeutet aber nicht, dass Katzen auch längere Zeit alleine in der Natur überleben können. Ein Beispiel von Liesegang und Wanner verdeutlicht dies (zitiert nach Iben et al., 2021): Eine Straßenkatze (3,5 kg Körpergewicht) benötigt täglich circa 1250 kJ. Wenn sie sich nur von Mäusen (125 kJ pro Maus) ernährt, müsste sie täglich etwa 10 – 12 Mäuse fangen. Bei einem geringen Beuteangebot beginnt ein Teufelskreis: Katzen finden zu wenig Nahrung, mangelhaft ernährte Katzen erkranken schneller als gut genährte Tiere und damit wird wiederum der Jagderfolg eingeschränkt. Unterernährung ist damit zwangsläufig das Schicksal vieler Straßenkatzen.

Falsch: „Katzen brauchen den Menschen nicht.“

Die romantische Vorstellung, dass Katzen unbeschwert durch die Natur streifen und den Menschen nicht brauchen, ist ein Trugschluss. Alle Hauskatzen sind domestizierte Tiere, die auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Denn bei der Jagd fehlt den Tieren das Geschick ihrer wilden Vorfahren. Sie allein können weder sich noch ihren Nachwuchs dauerhaft ausreichend versorgen. Zu bedenken ist auch, dass es nicht damit getan ist, sie nur zu füttern. Dies kann zwar den Aufbau einer Mensch-Katze-Beziehung fördern, aber es sind doch vor allem das Spiel, die Ansprache und die Streicheleinheiten, die eine Beziehung entstehen lassen und eine bereits vorhandene Verbindung bestärken. Hinzu kommt die tierärztliche Versorgung, die essentiell für ein gesundes Katzenleben ist.

Foto: Copyright:  Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V.

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DTb fordert Ende privater Böllerei https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/dtb-fordert-ende-privater-boellerei/ Sat, 20 Dec 2025 18:59:49 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=8033 Pressemeldung

18.12.2025

 „Tierfreundlich knallen gibt es nicht!“

Silvester: Deutscher Tierschutzbund fordert Ende der privaten Böllerei

 

Regelmäßig zum Jahreswechsel sind hierzulande Millionen Tiere von Stress, Panik und Tagen im Ausnahmezustand betroffen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert deshalb ein Ende des privaten Kaufs und Gebrauchs von Pyrotechnik zu Silvester und stellt sich hinter die Kampagne “Böllerciao“ der Deutschen Umwelthilfe. Solange das Zünden von Sprengstoff nicht wie an allen anderen Tagen im Jahr verboten ist, sollten Kommunen zumindest Bereiche rund um tierhaltende Einrichtungen wie Tierheime von Feuerwerk freihalten. An alle Tierfreunde appelliert der Verband zudem, in der Silvesternacht freiwillig auf Feuerwerkskörper zu verzichten.

„Natürlich ist Silvester ein besonderer Tag. Warum man diesen ohne Rücksicht auf Millionen Tieren mit möglichst viel Sprengstoff ‚feiern‘ muss, erschließt sich uns aber nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, rücksichtsvoll zu feiern. Einige Städte machen mit Drohnenshows bereits vor, wie Silvester ohne verängstige Tiere, Müll und Verletzungsgefahr aussehen kann“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Tierfreundlich knallen gibt es nicht. Sich von bestimmten Einrichtungen wie Tierheimen oder Zoos fernhalten oder eben Wohngebiete meiden wollen, wo viele Hunde, Katzen und andere Haustiere betroffen sind, ist ein guter Gedanke. Wem Tiere wirklich am Herzen liegen, dem ist aber bewusst, dass es überall Tiere gibt, die unter der Böllerei leiden – und die an diesem Tag kaum Ausweich- und Rückzugsmöglichkeiten haben.“

Lärm, Brandgeruch und Lichtblitze sind Alptraum für Tiere

Sei es in Wohngebieten, Parks, Feldern, auf Wiesen, oder an Waldrändern: Überall sind Tiere von der Silvesternacht betroffen. Die meisten Tierarten leiden besonders aufgrund ihres sensiblen Gehörs – und können durch die Knallerei auch eine dauerhafte Schädigung oder eine langfristige Geräuschsangst entwickeln. Für aufgeschreckte Wildtiere wie Wildvögel oder Igel, die mitten in der Nacht unter erheblichem Stress ihre Schlafplätze verlassen, kann der Energieverlust im Winter tödlich enden. Auch Schweine, Rinder oder Schafe und insbesondere Pferde reagieren empfindlich und können sich erheblich verletzen, wenn sie in Panik versuchen zu fliehen. Bei vielen Tierhaltungen besteht nicht zuletzt erhöhte Brandgefahr. Unmengen an Feuerwerkskörpern landen zudem in der Natur und schädigen diese nachhaltig durch giftige Farben, Schwermetalle und Co.

Kommunen sollten mindestens Schutzzonen erlassen

Bisher sind tierhaltende Einrichtungen trotz ihrer besonderen Schutzwürdigkeit gegen Lärmbeeinträchtigungen nicht konkret in den absoluten Verboten der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz gelistet. Der Deutsche Tierschutzbund macht darauf aufmerksam, dass Kommunen aber zumindest aus Brandschutzgründen oder in eng besiedelten Gebieten durch eine Allgemeinverfügung bestimmte Gebiete von der Erlaubnis ausnehmen könnten, Silvesterfeuerwerk abzubrennen. „Dieser Spielraum sollte unbedingt voll ausgeschöpft werden!“, so Schröder. „So könnten zumindest Einrichtungen wie Tierheime, Zoos, landwirtschaftliche Betriebe oder Pferdehöfe geschützt werden. Wenn hier Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe abgefeuert werden, sind viele Tiere auf einen Schlag massiv betroffen.“

 

Hinweis an die Redaktionen: Mehr Infos zur Kampagne “Böllerciao“ der Deutschen Umwelthilfe finden Sie hier: www.duh.de/mitmachen/boellerfreies-silvester. Tierfreunde haben die Möglichkeit, auf der Website einen offenen Brief für ein Böllerverbot in Deutschland an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu unterzeichnen.

Eine Drohnenshow stellt an Silvester eine tier- und umweltfreundliche Alternative zu Raketen und Böllern dar.

Copyright: Gareth Harmer – Deutsche Umwelthilfe e.V.

 

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Igel in Not https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/7944-2/ Wed, 15 Oct 2025 19:37:45 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7944 Pressemeldung

Igel in Not

Dieser junge Igel wiegt weniger als 500 Gramm und wird im Tierschutzzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes aufgepäppelt.

Immer mehr Jungigel finden vor dem Winter zu wenig Nahrung 

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle Tierfreunde, auf Igel zu achten, die tagsüber unterwegs sind – ein Verhalten, das bei den dämmerungsaktiven Tieren zu dieser Jahreszeit auf eine Notlage hinweisen kann. Aufgrund zerschnittener Lebensräume, Pestizide und dem Klimawandel finden immer weniger Igel ausreichend Nahrung, um sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Wie dramatisch die Situation ist, hat auch die Weltnaturschutzunion (IUCN) erkannt. Sie hat den Winterschläfer Ende 2024 in ihrer Roten Liste der bedrohten Arten erstmals als „potenziell gefährdet“ eingestuft.

 „Straßenverkehr, der Verlust von Lebensräumen und der Rückgang der Insekten durch Pestizide treffen den Igel besonders hart“, sagt James Brückner, Leiter des Referats für Wildtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Zudem werden viele Igel im Spätsommer geboren. Für diese Jungtiere reicht das enge Zeitfenster bis zum Winter dann oftmals nicht aus, um ausreichend Fettreserven für den Winterschlaf anzulegen.“

 Veränderte Lebensbedingungen erschweren das Überleben

Die Lebensbedingungen für Igel haben sich stark verändert. Wenn Insekten verschwinden, weil auf intensiv genutzten Agrarflächen keine Blühpflanzen wachsen und auf Feldern chemische Mittel eingesetzt werden, fehlt den Tieren ihre Hauptnahrungsquelle. Auch finden Igel in vielen aufgeräumten Gärten kaum noch Verstecke, weil Laub, Reisig und Hecken fehlen. Wer nachts Mähroboter einsetzt, gefährdet die Tiere zusätzlich. Auch der Straßenverkehr bleibt eine der größten Gefahren – jedes Jahr sterben so hunderttausende Igel.

Wildtierauffangstationen am Limit

Wildtierauffangstationen arbeiten meist mit ehrenamtlich Engagierten und finanzieren sich überwiegend selbst. Eine staatliche Unterstützung, etwa über den von der Bundesregierung beschlossenen „Zukunftspakt Ehrenamt“, ist für sie nicht vorgesehen. „Für Wildtiere fühlt sich niemand zuständig, die Helfer werden allein gelassen“, kritisiert Brückner. In den Wildtierstationen und bei spezialisierten Pflegestellen steigt die Zahl der hilfsbedürftigen Igel derweil weiter an; viele sind am Rande ihrer Kapazitäten. „Wir erhalten viele Anfragen von Menschen, die junge oder geschwächte Igel gefunden haben“, berichtet Dr. Katrin Umlauf, Leiterin des Tierschutzzentrums Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes. „Bei uns leben aktuell 15 Tiere, die ohne Hilfe den Winter nicht überstehen würden. Viele Jungtiere bringen weniger als 500 Gramm auf die Waage.“ Der Deutsche Tierschutzbund rät Findern, Igel nur dann in Obhut zu nehmen und zum Tierarzt zu bringen, wenn sie tatsächlich Hilfe brauchen – also beispielsweise bei starkem Parasitenbefall, bei Symptomen wie Husten oder wenn sie sehr klein und mager sind. Wiegt ein junger Igel etwas weniger als 500 Gramm, wirkt aber gesund, kann man ihm vor dem Winter mit Katzennassfutter und Wasser helfen. Wer unsicher ist, sollte das weitere Vorgehen direkt mit einer qualifizierten Auffangstation oder einem Tierheim besprechen.

Tierschutz beginnt im eigenen Garten

Gartenbesitzer können Igeln helfen, indem sie Laub- und Reisighaufen liegen lassen und auf chemische Mittel verzichten. Kleine Durchgänge in Zäunen schaffen Wege zwischen Grundstücken. Wer auf Mähroboter verzichtet, schützt Tiere, die auf der Suche nach Nahrung über den Rasen laufen.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / Marc Jeworrek

 

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Bauernhofkatzen https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/7800-2/ Fri, 01 Aug 2025 16:56:52 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7800 Pressemeldung

Umfrage deckt auf: Bauernhofkatzen oft vernachlässigt

 Deutscher Tierschutzbund fordert sofortige Maßnahmen gegen das stille Leid auf dem Land

 Katzen sind von Bauernhöfen nicht wegzudenken, die Verantwortung für die Tiere will aber offenbar kaum jemand tragen. Das zeigt eine nun veröffentlichte Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes, für die der Verband Tierärzte zur Situation auf den von ihnen betreuten Betrieben befragt hat. In 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe kümmert sich niemand um die tiermedizinische Versorgung der ansässigen Katzen. Unbehandelte Krankheiten und Verletzungen sind die Folge. Etwa die Hälfte der Betriebe kümmert sich nach Schätzungen der Tierärzte auch nicht um die Kastration der Tiere. Großes Tierleid ist die Folge.

 „Katzen sind nützlich, weil sie die Zahl der Mäuse und Ratten auf Bauernhöfen kleinhalten. Obwohl einige gut auf die ansässigen Katzen achten, ist die Zahl der Betriebe, in denen sich niemand um die Katzen kümmert und unerwünschter Nachwuchs teils sogar getötet wird, erschreckend hoch. Wir stehen vor einem massivem Tierschutzproblem“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Um diese grausame „Tradition“ zu beenden, fordert der Verband eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang sowie klare Regelungen für den Umgang mit Bauernhofkatzen. „Wenn Landwirte die Katzen füttern oder von den Mäuse-fangenden Helfern profitieren, gehören sie zum Tierbestand und müssen adäquat versorgt werden“, so Zohni.

Sind Katzen nicht kastriert, vermehren sie sich unkontrolliert. Nachwuchs gibt es dabei bis zu dreimal pro Jahr. Viele der Bauernhofkatzen sind unterernährt und krank. Ungewollte Kitten werden oft ertränkt, erschlagen oder auf andere Weise entsorgt. „Landwirte schaffen sich Bauernhofkatzen selten bewusst an. Die Tiere kommen aus der Umgebung oder leben immer schon auf dem Hof. Verantwortung übernehmen und die Kastration finanzieren, wollen die Hofbetreiber daher meist nicht“, erklärt Zohni. Das bestätigt auch die aktuelle Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes, die der Verband im Rahmen der Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ durchgeführt hat: Die befragten Tierärzte nehmen an, dass die Betriebe kein Geld für die Katzen ausgeben möchten. Aus Erfahrung weiß der Tierschutzbund, dass häufig zudem die Befürchtung besteht, der Jagdtrieb könne bei kastrierten Tieren nachlassen. Ein Vorurteil, das die Tierschützer entkräften können: „Ein guter Jäger fängt auch kastriert noch viele Mäuse“, weiß Tierärztin Zohni.

 

 

 

 

 

 

Bauernhofkatzen vermehren sich oft unkontrolliert.

Copyright: Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V.

 

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Zum Weltstreunertag am 4. April https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/7627-2/ Fri, 28 Mar 2025 20:30:19 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7627 Pressemeldung

Zum Weltstreunertag am 4. April: 

  • Großes Katzenleid auch in Deutschland
  • Deutscher Tierschutzbund erwartet Kätzchenschwemme

Der Deutsche Tierschutzbund zieht anlässlich des Weltstreunertags am 4. April Bilanz: Mehrere Millionen Straßenkatzen leben und leiden in Deutschland – Tendenz steigend. Die Situation verschärft sich weiter durch die jetzt anstehende „Kätzchenschwemme“ im Frühjahr. Viele Kitten sind krank und geschwächt – unzählige dieser Tiere sterben sogar kurz nach der Geburt. Mit einer Fotoaktion, an der sich Tierfreunde beteiligen können, will der Verband das Leid dieser Tiere am Weltstreunertag sichtbar machen.

„Auch in Deutschland gibt es Straßenkatzen und ihre Situation ist dramatisch. Millionen Tiere hungern, sind krank und verletzt. Die Tiere leben im Verborgenen, ihr Leben ist qualvoll und vor allem kurz“, so Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.

Da alle Straßenkatzen ursprünglich von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten abstammen, fordert der Verband eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang. „Das Elend der Tiere, das bei unkontrollierter Vermehrung nicht in den Griff zu bekommen ist, sowie überfüllte Tierheime durch unerwünschten Katzennachwuchs sind schon lange keine lokalen, sondern deutschlandweite Tierschutzprobleme. Laut einer Umfrage des Tierschutzbundes, verzeichnen bereits die Mehrheit (71 Prozent) der befragten Tierschutzvereine steigende Straßenkatzenpopulationen. Wir wollen, dass Politik und Gesellschaft hinschauen und das Leid der Straßenkatzen als das wahrnehmen, was es ist: eines der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland.“ Zum diesjährigen Weltstreunertag will der Deutsche Tierschutzbund deshalb die Straßenkatzen in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken und durch eine Fotoaktion das Leid der Tiere mit der Unterstützung vieler Tierfreunde sichtbar machen. Alle Informationen zur Aktion hat der Verband auf seiner Website www.jetzt-katzen-helfen.de/katzenfreund zusammengestellt.

Kätzchenschwemme bringt Tierheime an ihre Grenzen

Das Katzenleid und die wachsende Population der Straßenkatzen haben eine Dimension erreicht, die den praktischen Katzenschutz deutschlandweit zum Kollabieren gebracht hat.  Die ohnehin schon überfüllten Tierheime kümmern sich tagtäglich aufopferungsvoll um zahlreiche Straßenkatzen, die ohne die Unterstützung tierlieber Menschen ihrem Schicksal hilflos ausgeliefert wären. Der Großteil der Tierschutzvereine kann die Kastration und weitere Versorgung der erwachsenen Tiere an Futterstellen aber allein nicht mehr stemmen, es fehlt an finanziellen Mitteln und personellen Kapazitäten.  In den kommenden Wochen und Monaten erwartet der Deutsche Tierschutzbund zudem eine „Kätzchenschwemme“. „Die Zahl gefundener, abgegebener oder ausgesetzter ungewollter Kitten schießt oftmals in die Höhe”, erklärt Zohni.  Kitten, die auf der Straße zur Welt kamen, sind meist in einem kritischen Zustand. Geschwächt durch Krankheiten, Parasiten, Verletzungen und Hunger, benötigen sie eine aufwändige Versorgung. Zahlreiche Kitten verlieren den Kampf. Die Lebenserwartung einer Straßenkatze liegt oft nur bei wenigen Monaten.

Straßenkatzen-Kitten im Tierheim. Viele sind krank und überleben die ersten Monate nicht.

Copyright: Tierschutzverein Bielefeld und Umgebung e.V

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Beim Eierkauf auf den Tierschutz achten https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/7621-2/ Wed, 19 Mar 2025 20:24:20 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7621 Pressemeldung

Ostern: Beim Eierkauf auf Tierschutz achten!

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt für die kommende Osterzeit beim Eierkauf besonders auf die Haltungsformen zu achten. Der Großteil der frischen Eier im Supermarkt und der beliebten bunten Ostereier stammt von Legehennen aus der konventionellen Bodenhaltung, die das Leben der Tiere stark einschränkt. Alternativen für ein tierfreundliches Osterfest ohne tierische Produkte gibt es mittlerweile genug. Wer aber nicht auf Ostereier verzichten möchte, der sollte Eier von sogenannten Zweinutzungshühnern kaufen oder auf das Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes achten.

 

 

„Die beliebten bunten Ostereier stammen genauso wie die frischen Schaleneier meist aus der Bodenhaltung. Knapp über 60 Prozent der landwirtschaftlich gehaltenen Legehennen kommen aus dieser wenig tiergerechten Haltungsform“, erklärt Annika Lange, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Tausende Hühner leben in einer riesigen Halle, etwa neun Hennen müssen sich einen Quadratmeter teilen. Auslauf ins Freie gibt es nicht. Da gekochte und gefärbte Ostereier verarbeitete Produkte sind, besteht anders als bei frischen Schaleneiern keine Pflicht zur Kennzeichnung der Haltungsform. Ist diese nicht freiwillig angegeben, können die bunten Eier sogar aus tierschutzwidriger Kleingruppenkäfighaltung stammen.

 

Profit geht vor Tierschutz

Obwohl Legehennen etwa 10-15 Jahre alt werden können, werden sie bereits nach knapp eineinhalb Jahren aussortiert und geschlachtet, da ihre Legeleistung abnimmt. Die tierschutz- und rechtswidrige Form des “Kopfüber-Fangens” beim Ausstallen kritisiert der Deutsche Tierschutzbund ebenfalls stark: „Es darf nicht sein, dass Hühner leiden oder erheblich verletzt werden, weil es schneller oder einfacher ist, sie an den Beinen zu fangen und zu tragen.“ Problematisch ist auch, dass Legehennen auf Höchstleistung gezüchtet sind, um möglichst viele Eier zu legen. Gesundheitliche Probleme bei den Hennen sind die Folge. Männliche Tiere sind wirtschaftlich wertlos, weil sie keine Eier legen können und als Nachkommen von Legehennen kaum Fleisch ansetzen. In der Regel werden sie bereits als Embryo im Ei vernichtet.

 

Mehr Tierschutz in der Hühnerhaltung

Gesündere und robustere Rassen sind die sogenannten Zweinutzungshühner, da sie gemäßigtere Leistungen erbringen, sie werden sowohl für die Eier- als auch die Fleischproduktion gehalten und das Problem eines wirtschaftlich wertlosen Geschlechts tritt gar nicht erst auf. Eier von Zweinutzungshühnern finden Verbraucher meist im Biomarkt. Auch beim Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes, das sich auf vielen Eierverpackungen in den Supermärkten findet und das mehr Tierschutz bei Zucht, Haltung, Transport und Schlachtung garantiert, gibt es erste Projekte mit Zweinutzungshühnern. Der Deutsche Tierschutzbund verweist außerdem auf die stetig wachsenden  pflanzlichen Alternativen. Osterrezepte ganz ohne tierische Produkte liefert der Verband auf der Webseite www.weiljedemahlzeitzählt.de.

Das Foto zeigt: Sogenannte Zweinutzungshühner in einem Projekt des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“
Copyright: Carsten Riedl

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Haustiere an Karneval nicht verkleiden https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/haustiere-an-karneval-nicht-verkleiden/ Thu, 20 Feb 2025 19:48:20 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7535 Pressemeldung

 

13.02.2025

 

Haustiere an Karneval nicht verkleiden

 Der Deutsche Tierschutzbund ruft Tierhaltende dazu auf, ihre Tiere an den kommenden Karnevalstagen weder zu Veranstaltungen mitzunehmen noch zu verkleiden. Kostüme oder Accessoires mögen zwar niedlich wirken, sind jedoch nicht tiergerecht. Sie schränken die Bewegungsfreiheit ein, bergen Verletzungsrisiken und führen zu einer missverständlichen Kommunikation mit Artgenossen.

Für Hunde sind Karnevalsumzüge mit Stress oder auch Angst verbunden. Tierschützer lehnen die Kostümierung der Vierbeiner ab.

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

„Ein Tier sollte man nicht dazu zwingen, ein Kostüm zu tragen, nur weil man dies selbst süß oder lustig findet. Wer sein Tier respektiert, achtet auf seine Bedürfnisse. Außerdem ist Karneval ein Fest für Menschen – Tiere sollten nicht zu Requisiten gemacht werden“, sagt Nina Brakebusch, Referentin beim Deutschen Tierschutzbund.

Karnevalsumzüge und –sitzungen können bei Hunden, die mitgenommen werden, zudem Angst und Stress auslösen. „Die Menschenmassen und die Lautstärke sind nichts für Hunde”, sagt Brakebusch. Karnevalsveranstaltungen sollten daher mit Tieren gemieden werden. Der Deutsche Tierschutzbund rät aber auch davon ab, zu Hause Fotos von eigenem Tier im Kostüm zu machen und bei Social Media zu teilen. „Auch die Vermenschlichung, die in den sozialen Medien mit Fotos und Videos verkleideter Tiere betrieben wird, lässt die echten Bedürfnisse von Tieren vergessen und führt zu Nachahmern. Das ist insbesondere dann kritisch, wenn Likes und Followerzahlen in den Vordergrund rücken und das Wohlergehen des Tieres aus dem Fokus gerät“, so Brakebusch.

Kostüme führen zu missverstandener Körpersprache

Hunde und Katzen aber auch andere Haustiere kommunizieren mit Artgenossen u.a. mittels Körpersprache. Kostüme, die den Rücken, die Ohren oder den Schwanz verdecken, schränken diese ein. Aufgestellte Nackenhaare oder die Bewegung der Ohren und des Schwanzes, können dann nicht richtig gezeigt und wahrgenommen werden. Auch lässt sich weder Angst- noch Drohverhalten durch ein anderes Tier oder den Menschen richtig erkennen. 

Materialien der Kostüme für Tiere ungeeignet

Viele Materialien in den Kostümen enthalten zudem Substanzen, die für Tiere giftig sein können. Nimmt das Tier beispielsweise ein Kostümteil ins Maul, besteht die Gefahr, dass Teile davon verschluckt oder schädliche Stoffe aufgenommen werden. Auch allergische Reaktionen auf bestimmte Materialien sind nicht auszuschließen. Zudem besteht Strangulationsgefahr.

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Deutscher Tierschutzbund fordert Böllerverbot https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/deutscher-tierschutzbund-fordert-boellerverbot/ Mon, 16 Dec 2024 19:27:07 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7403 Pressemeldung

13.12.2024

 

Silvester: Deutscher Tierschutzbund fordert Böllerverbot

 

Der Deutsche Tierschutzbund fordert, den privaten Kauf und Gebrauch von Pyrotechnik zu Silvester zu verbieten – und unterstützt damit die Kampagne “Böllerciao“ der Deutschen Umwelthilfe. Da Raketen und Knaller bei den meisten Tieren Stress, Angst oder Panik auslösen, sollten zumindest Böllerverbotszonen rund um tierhaltende Einrichtungen eingerichtet werden, so die Tierschützer. Der Bundesrat hat einen Antrag, der konkreter formulierte Änderungsvorschläge zur Sprengstoffverordnung vorsah, um Tierheime und Co. zu schützen, kürzlich abgelehnt. Kommunen sei es aber dennoch möglich, bestimmte Gebiete von der Erlaubnis ausnehmen, Silvesterfeuerwerk abzubrennen, so der Tierschutzbund.

 

„Im Sinne von Tier- und Naturschutz gehört das private Silvesterfeuerwerk verboten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Alternativen könnten Drohnenshows sein – ohne verängstige Tiere, Müll und Verletzungsgefahr.

 

Solange die private Silvesterböllerei zulässig ist, appelliert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen und Tierheimen an die Kommunen, den vollen Spielraum der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz zu nutzen, um zumindest Schutzräume um Einrichtungen wie Tierheime, Zoos oder Pferdehöfe zu schaffen. „Wenn Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe abgefeuert werden, sind viele Tiere auf einen Schlag massiv betroffen“, mahnt Schröder. Bisher sind tierhaltende Einrichtungen trotz ihrer besonderen Schutzwürdigkeit gegen Lärmbeeinträchtigungen nicht konkret in den absoluten Verboten der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz gelistet. „Kommunen könnten zumindest aus Brandschutzgründen oder in eng besiedelten Gebieten durch eine Allgemeinverfügung bestimmte Gebiete von der Erlaubnis ausnehmen, Silvesterfeuerwerk abzubrennen“, erläutert Schröder. In der Vergangenheit haben sich zwar einige Städte und Gemeinden für Einschränkungen bei Feuerwerken ausgesprochen, wo die Verordnung einschlägig war. Schutzzonen rund um Einrichtungen, die Tiere beherbergen, wurden jedoch nicht festgelegt.

 

Lärm, Brandgeruch und Lichtblitze sind Alptraum für Tiere

Die meisten Tierarten, darunter auch Haustiere wie Hunde und Katzen, leiden aufgrund ihres sensiblen Gehörs besonders unter Raketen und Knallern – diese können sogar zu einer dauerhaften Schädigung des Gehörs führen. Aufgeschreckte Wildtiere im Stadtgebiet, vor allem Wildvögel, verlassen mitten in der Nacht unter erheblichem Stress ihre Schlafplätze. Auch Schweine, Kühe oder Schafe und insbesondere Pferde reagieren empfindlich und können sich erheblich verletzen, wenn sie in Panik versuchen zu fliehen. Im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung besteht nicht zuletzt erhöhte Brandgefahr. Unmengen an Feuerwerkskörpern landen zudem in der Natur und schädigen diese nachhaltig. Denn Raketen und Böller sind mit giftigen Farben bedruckt und enthalten Schwermetalle und andere Schadstoffe, die in Böden und den Wasserkreislauf gelangen können.

 

Der Deutsche Tierschutzbund ruft alle Tierfreunde dazu auf, in der Silvesternacht freiwillig auf Feuerwerkskörper zu verzichten – insbesondere, wenn in der Nähe Tiere gehalten werden.

 

Hinweis an die Redaktionen: Mehr Infos zur Kampagne “Böllerciao“ der Deutschen Umwelthilfe finden Sie hier: www.duh.de/mitmachen/boellerfreies-silvester. Tierfreunde haben die Möglichkeit, auf der Website einen offenen Brief für ein Böllerverbot in Deutschland an Bundesinnenministerin Nancy Faeser zu unterzeichnen.

Samstag 30. November 2024
Kulturforum, Berlin.
Drohnenshow.

Eine Drohnenshow stellt an Silvester eine tier- und umweltfreundliche Alternative zu Raketen und Böllern dar.

 

Copyright: Gareth Harmer – Deutsche Umwelthilfe e.V.

 

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Vogelfütterung im Winter https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/vogelfuetterung-im-winter/ Fri, 06 Dec 2024 19:05:06 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7397 Pressemeldung

 

05.12.2024

Vogelfütterung im Winter: Heimische Vögel unterstützen

2005 / NL Schär

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, heimische Singvögel im Winter zu füttern. Insbesondere bei Frost und Schnee sollten Tierfreunde für Vögel in der Umgebung Futterplätze einrichten. So finden diese durch die immer intensiver werdende Landwirtschaft, den hohen Einsatz von Pestiziden, den Rückgang der Artenvielfalt und den Klimawandel stetig weniger Nahrung.

 

 

„Sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen und Schnee liegt, haben unsere heimischen Vögel es schwer, geeignete Nahrung zu finden. Spätestens dann sollten Tierfreunde Futterstellen einrichten. Körnerfresser wie Finken oder Spatzen freuen sich über Sonnenblumenkerne, eingefettete Haferflocken und unbehandelte Erdnüsse. Weichfutterfresser wie Rotkehlchen oder Zaunkönige nehmen gerne Fettfutter und getrocknete Insektenlarven an. Amseln und Drosseln freuen sich über getrocknete Beeren, Äpfel und Birnen“, erklärt James Brückner, Leiter des Wildtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund.

 

Futterplätze einrichten

Damit unterschiedliche Vogelarten nicht um Nahrung konkurrieren, sind mehrere kleine Futterstellen sinnvoll. Körnerfresser und Weichfutterfresser können so getrennt voneinander fressen. Futterglocken oder Körnerspender eignen sich hierfür am besten, weil so die Vögel das Futter nicht verunreinigen können. Meisenknödel sollten ohne Netz angeboten werden, da die Vögel sich darin verfangen können. Obst wie Äpfel und Birnen sollte am besten im Ganzen ausliegen, da geschnittene Früchte schnell verderben. Flache Schalen mit Wasser nehmen Vögel auch bei kalten Temperaturen gerne an, um zu trinken und zu baden. Die Futterplätze liegen im Idealfall geschützt vor Witterung, Katzen und Greifvögeln, nicht in unmittelbarer Nähe von stark befahrenen Straßen sowie Glasscheiben.

 

Hygiene beachten

Um Krankheitserregern keine Chance zu bieten, sollten Tierfreunde die Futterstellen regelmäßig reinigen. Es ist ausreichend, sie täglich auszufegen und einmal pro Woche mit heißem Wasser zu säubern. Zudem empfiehlt es sich, Futter regelmäßig und dafür sparsam auszubringen, damit die Tiere es vollständig innerhalb weniger Stunden aufnehmen können.

 

Naturnah gestaltete Gärten helfen Vögeln und Insekten

Die Fütterung allein löst allerdings nicht alle Probleme der heimischen Vogelwelt. Sterile Gärten, effiziente Erntemaschinen und der unter anderem durch Pestizide ausgelöste Insektenrückgang lassen natürliche Nahrungsquellen stetig schwinden. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierfreunden dazu, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Hier finden Vögel im Winter Stängel, Blütenreste und Fruchtstände mit Samen sowie Insekten, die in abgestorbenen Pflanzenteilen oder Reisigstapeln überwintern.

Foto: Copyright Deutscher Tierschutzbund

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Weniger Panik beim Silvesterfeuerwerk https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/weniger-panik-beim-silvesterfeuerwerk/ Sun, 24 Nov 2024 18:25:23 +0000 https://tierschutzverein-kamp-lintfort.de/?p=7342 Pressemeldung des Deutschen Terschutzbundes

Tiere rechtzeitig auf den Jahreswechsel vorbereiten

 

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, Haustiere schon Wochen vor dem Jahreswechsel schrittweise und schonend auf die Geräuschkulisse der Silvesternacht vorzubereiten. So lösen die gezündeten Feuerwerkskörper bei vielen Tieren Angst und Panik aus. Der Verband gibt Tipps, wie Tierhaltende ihre Schützlinge auf die lautstarke Silvesternacht vorbereiten können und worauf an den Tagen rund um Silvester zu achten ist.

 

„Hunde, Katzen und kleine Heimtiere haben empfindliche Sinnesorgane. Der unerwartete Lärm von Böllern, das grelle Blitzlichtgewitter von Feuerwerkskörpern und der dabei entstehende Rauch, lösen oftmals starke Angstreaktionen aus, die sich durch Zittern, Hecheln, Unruhe oder gar Fluchtversuche äußern können. Vor allem bei Hunden kann eine frühzeitige Vorbereitung auf die Silvesternacht dabei helfen, den Stress am Jahreswechsel zu verringern. Je früher man mit einem gezielten Training gegen die Angst vor lauten Geräuschen beginnt, umso besser“, sagt Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Wenn nicht bereits im Welpen- bzw. Junghundealter schon geschehen, sollten Hunde behutsam schrittweise an laute Geräusche von Raketen und Böllern gewöhnt werden. Spezielle Geräusch-CDs oder Apps mit Feuerwerksgeräuschen, die in geringer Lautstärke abgespielt und langsam gesteigert werden, können dabei helfen, die Tiere zu desensibilisieren – durch die gleichzeitige Gabe von Futter oder einem gemeinsamen Spiel können die Geräusche zudem mit etwas Positivem verknüpft werden. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Hund dabei immer entspannt bleibt. Wenn das Tier trotz Training sehr panisch während der Silvestertage ist, sollte mit einem Tierarzt rechtzeitig über die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten gesprochen werden. Medikamente sollten aber nur eingesetzt werden, wenn unbedingt nötig und sind kein Ersatz für ein gezieltes Geräuschtraining.

 

Ruhige Atmosphäre schaffen

Da der Verkauf von Feuerwerkskörpern schon ein paar Tage vor Silvester startet, sollten Tierhalter auf eine möglichst ruhige Atmosphäre im Haus beziehungsweise der Wohnung achten. Beruhigende Hintergrundgeräusche, wie leise Musik oder ein laufender Fernseher, helfen, den Lärm von draußen zu übertönen. Zudem ist ein ruhiger Rückzugsort wichtig, damit sich die Tiere geborgen fühlen. Dieser Ort sollte möglichst abgeschirmt vom Lärm sein – ein mit Rollos abgedunkelter Raum, eine gemütliche Höhle oder eine offene Transportbox können hier gute Dienste leisten.

In bewohnter Umgebung muss jederzeit mit Böllern gerechnet werden, daher kann es hilfreich sein, Gassirunden in den nah gelegenen Wald zu verlegen und am Silvestertag frühzeitig mit dem Hund rauszugehen. Dabei ist es wichtig, den Hund keinesfalls frei laufen zu lassen, ihn am besten doppelt zu sichern – also am Halsband und am Geschirr – oder aber dem Tier ein spezielles Panikgeschirr anzuziehen. Freigängerkatzen sollten ebenfalls bereits kurz vor Silvester und auch möglichst in den Tagen danach in der Wohnung bleiben. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert zudem an alle Menschen, im Sinne der Tiere auf private Feuerwerke zugunsten von organisierten, zentralen Feuerwerksshows zu verzichten. Seit 2022 macht sich der Verband gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe in einem Aktionsbündnis dafür stark, zu Gunsten des Tierschutzes, aber auch aus Umweltschutz- und Sicherheitsgründen, eine unkontrollierte Böllerei an Silvester zu verbieten.

Copyright Foto: sabine-münch.de

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